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Donnerstag, 7. Juni 2012

Die Türkei als Ordnungsmacht in Nahost und die Christenfrage

Völkermord in Armenien 1915 - 1922
Der Abzug der USA aus dem Irak droht die Machtverhältnisse in Nahost, wie sie seit dem Rückzug der Türken, respektive dem Zerfall des osmanischen Reichs vor 100 Jahren geherrscht haben, grundsätzlich zu verändern. Um den definitiven Aufstieg des Iran als neue Führungsmacht im "alten Orient" doch noch zu verhindern, setzt der Westen, speziell die USA, auf die alten Machthaber der vorwestlichen Ordnung in Nahost: die Türken.

Samstag, 31. Dezember 2011

Der Schlüssel zum Aufstieg des globalen Südens: die (neue) Mittelklasse

Bild: businessweek.com
Während sich Europa zum Jahresende in der Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung suhlt, sonnt sich der globale Süden weiterhin in rosigen Perspektiven. Auch wenn 2011 nicht mehr die Werte der letzten Jahre erreicht wurden, geht man von China über Südafrika und Mexiko bis Brasilien auch 2012  weiter von einer robust wachsenden Wirtschaft aus.

Der Schlüssel dafür ist in allen Ländern des Südens derselbe: Die wachsende Mittelklasse und damit der stark wachsende Binnenmarkt. Allein in Brasilien sind in den letzten Jahren 40 Millionen Menschen aus der Armut in diese neue Mitteklasse aufgestiegen und kaufen wie verrückt. China mit seiner Milliarden-Bevölkerung gilt längst als "consumer-oriented society" und auch in (noch) armen" Regionen wie Afrika boomt der Konsum der rasch wachsenden städtischen Mittelschichten.

Samstag, 26. Februar 2011

Wir westasiatischen Nabelschauer


Karten sind auch Ausdruck unserer Weltsicht. Unserer Sicht auf die Welt. Karten sind nicht neutral. Sie erzählen viel über diejenigen, die sie zeichnen, respektive zeichnen lassen. Sie sind nicht zuletzt auch politisch und suggestiv - wie die Karten zu den Ereignissen in der arabischen Welt, die zur Zeit in den meisten Medien bei uns zu sehen sind. Das Beispiel oben, stammt aus dem  Spiegel-Dossier "Aufruhr in der arabischen Welt", aber auch in den Schweizer Medien findet man dieselbe Darstellung:
Der arabisch-nordafrikanische Raum ist isoliert dargstellt. Eine Beziehung zu uns, zu Europa, gleich auf der anderen Seite des Mittelmeers, wird ausgeblendet. Die Karte entspricht perfekt unserer Haltung: Die "Revolution" in der arabischen Welt hat nichts mit uns zu tun. Oder gar: Das geht uns nichts an.