
Am 20. September beginnt sie wieder, die CityGolf Saison im Bachgraben. Ein Stück Heimat. Viel Entspannung und Genuss. Ich bin stolz darauf.
Hier eine paar Impressionen (Galerie erscheint beim Klicken auf das Bild)
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| City Golf |

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Schauen wir dem Menschen Radovan Karadzic in die Augen. Er ist verantwortlich für beispiellose Greuel, unbeschreibliches Elend und Verzweiflung. Und er hat auch viele gute Menschen zu Mördern gemacht. Aber ich muss trotzdem davon ausgehen, dass Radovan Karadzic AUCH ein guter Mensch ist. Ich weiss, das muss ich erklären:
Deshalb muss ich davon ausgehen, dass Radovan Karadzic AUCH ein guter Mensch ist/sein kann.
Die NZZ-Online hat ihr hervorragendes "Dossier: Wie begegnen wir dem Islamismus" durch einen weiteren, sehr lesenswerten Artikel ergänzt: "Generation des Zorns". Autor ist der Politologe Volker Perthes. Er leitet die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin und hat zahlreiche Studien über den Nahen und Mittleren Osten veröffentlicht.
Er sieht keinen "Clash der Zivilisationen", des Westens mit der arabisch-muslimischen Welt: "Es gibt keinen Kulturkonflikt, der «den Westen» gegen «den Islam» positioniert. Der eigentliche clash findet innerhalb der arabisch-islamischen Zivilisation statt. Er verläuft zwischen denjenigen, die ihre Länder in die Globalisierung führen wollen, und reaktionären Utopisten, die ihren Gesellschaften totalitäre Zwangsjacken verpassen möchten." "Gleichwohl darf man nicht übersehen, dass es in weiten Teilen der arabischen und muslimischen Welt eine transnationale Stimmung gibt, die eine gewaltsame Mobilisierung im Namen eines kämpferischen Islam zumindest erleichtert. Auch wenn die gesellschaftliche Mehrheit dieser Länder keineswegs radikal oder gewaltorientiert ist, finden wir von Marokko bis Pakistan und auch in der muslimischen Diaspora in Europa mittlerweile mindestens zwei Generationen junger Männer – und einiger Frauen –, deren Zorn in Gewaltbereitschaft oder in Indifferenz gegenüber Gewaltaktionen umschlägt."
Mit dem Zorn greift Volker Perthes ein Element auf, das auch Peter Sloterdijk 2006 in seinem "Zorn und Zeit" als zentrales Element der Aggression fundamentalistisch-muslimischer Kreise ansieht. Sloterdij entwickelt eine Theorie der "Weltbank des Zorns": Ueber Generationen hätte sich eine Frustration in der arabischen Welt gegnüber dem Westen aufgestaut und wie Kapital auf einer Bank akkumuliert, welches jetzt politisch von religös-extremistischen Strömungen genutzt werden könne. Der Fundamentalismus ist für Sloterdijk weniger eine Sache des Glaubens, sondern er ist eine "Aufreizung zum Handeln", eine "Bereitstellung von Rollen, durch welche grosse Zahlen potentieller Akteure in den Stand gesetzt werden, von der Theorie zur Praxis überzugehen - eher noch von der Frustration zur Praxis."
Sloterdijk kombiniert seine Philosophie der Zornbank mit der Theorie von Gunnar Heinssohn des "Jungmännerüberschusses": "Junge, männliche Singles als Bedrohung der Ordnung". Der Elan und die Rekrutierungsstärke des islamischen Fundamentalismus an gewaltbereiten Jungen Männern resultiert laut Sloterdijk "aus dem Vitalitätsüberschuss einer unaufhaltsam anschwellenden Riesenwelle von arbeitslosen und sozial hoffnungslosen männlichen Jugendlichen zwischen 15 und 30 Jahren".


Zimbardo hat schon 1971, das berühmte Experiment im Gefängnis von Stanford durchgeführt. Damals ließ er 24 Studenten zwei Wochen lang eine Gefängnis-Situation simulieren – zwölf waren die Häftlinge, zwölf die Wärter. Zimbardo wollte beobachten, wie es sich auf das Verhalten auswirkt, wenn man eine bestimmte Rolle einnimmt.
Die Parallelen zu den Ereignissen im Foltergefängnis der US-Armee in Abu Ghraib (Irak) sind so frappierend wie logisch.
Der Schriftsteller Hugo Lötscher teilt auch mein Unbehagen gegenüber dem Bild, das wir Schweizer gegenüber dem Ausland abgeben.
Das ist gleichzeitig ein guter Anlass, wiedereinmal in Lötschers wunderbarer Satire "Der Waschküchenschlüssel oder Was - wenn Gott Schweizer wäre" zu blättern.

Ein gescheiter Kommentar in der NZZ vom Samstag (hier auch online) zum Verfahren gegen Radovan Karadzic vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag, respektive der Gefahr eine Legenden Bildung rund um den Verantwortlichen für die Bomabrdierung Sarajevos und des Massakers von Srebrenica. Und vorallem die traurige Fesstellung des moralischen Bankrotts der serbisch-orthodoxe Kirche.
Wie die serbisch-orthodoxe Kirche selbst mitteilte, hat ihr oberster Geistlicher, Metropolit Amfilohije Radovic, Karadzic vor seiner Auslieferung nach Den Haag in seiner Zelle in Belgrad besucht. Der Angeklagte (rasiert oder nicht?) habe gebeichtet, und dem Geistlichen versichert haben, dass er sein persönliches und professionelles Leben nach den „Geboten von Jesus Christus“ führe. Schon 30 Jahre lang!
Der montenegriner Metropolit Amfilohije (Radovic) hatte als Vorsitzender des Heiligen Synods, des obersten Rates der serbischen Bischofe, im Mai den senilen Patriarchen Pavle I. gegen dessen Wllen entmachtet und sich selbst zum Patriarchenverweser wählen lassen. Amfilohije Radovic ist ein nationalistischer Hardliner und reiht sich perfekt ein die üble Geschichte der serbisch-orthodoxen Kirche und ihrer "Würdenträger", welche auch in der jüngsten Balkangeschichte eine brandstiftenden Rolle gespielt hat.
mit der er den Balkankrieg der 90er Jahre lanciert hat; Geistliche haben während dem Krieg Kanonen gesegnet und selbst mit automatischen Waffen posiert; ein Video zeigte wie der in Serbien populären Abt Gavrilo aus dem Kloster des heiligen Erzengels in Privina Glava bei Sid im Nordwesten von Belgrad die serbischen Mörder von sechs muslimischen Zivilisten aus Srebrenica segnet, usw..
Auch in Ex-Jugoslavien hat sich die westlich-christliche mehrfach besudelt. Zuletzt 1998 bei der Seeligsprechung des kroatischen Kardinals Alojzije Stepinac, des ehemaligen Militärvikars der faschistischen Ustascha, welche sich schlimme Kriegsverbrechen an der .... serbischen Bevölkerung hat zu Schulden kommen lassen. Das kroatische Kriegsverbrechen an den Serben ist einer der Hintergründe für den serbischen Balkankrieg der 90er Jahre mit den Kriegsverbrechen der Serben an den Kroaten und vorallem den Muslimen.
Er ist vorbei, der Schweizer Nationalfeiertag. Zum Glück. Jedes Jahr in der Zeit um den 1. August fühle ich mich fremd in der Schweiz. Mit all dem, was da als "typisch schweizerisch" daherkommt und mit einem Heiligenschien versehen zelebriert wird, kann ich immer weniger anfangen.
Die bärtigen Hinterwäldler aus der Innerschweiz, die Jodelnden bauern aus dem Appenzell oder die komische (Ländler-) Musik direkt aus dem Museum oder die zugegeben urchigen Ringkämpfe, oder .....: mit all dem habe ich als Städter und speziell als Basler wirklich nichts am Hut.
Meine "Heimat" sind nicht die Berge, sondern die Stadt. Ich schaue als Basler nicht nach Innen, sondern hinaus in den Welt, den Rhein hinunter, ins Elsass.
Dieses Bild erinnert mich stark an die das negative Vorurteil, dass viele Nichteidgenossen seit dem ausgehenden Mittelalter von den Schweizern hatten: "die Kuhschweizer". Und dies war ein sehr negatives, bewusst sehr beleidigendes Bild, denn es bezog sich nicht einfach auf den häufigen Broterwerb der Schweizer als Milchbauern oder Viehzüchter, sondern es suggerierte, dass die einsamen Bergler oben auf ihrer weltfernen Alp, ihre sexuellen Nöte an den Kühen befriedigten. Sodomie in der Fachsprache.
Zuerst im 15. Jahrhundert gegen die Armagnaken aus Frankreich, von denen sich die jungen Schweizer in der Schlacht bei St. Jakob 1444 haben abschlachten lassen und später insbesondere gegen die Habsburger.
Der Mülhauser Bürgermeister Ulrich Gerber, der am Bündnis mit den Basler und den Schweizern festhielt, fand am Pfingssonntag 1505 angeheftet an seinem Platz auf der Kirchenbank ein Blatt, mit der damals gängigen Verunglimpfung: Wer sich mit Basel und der

Die Motivation eines jungen "Schweizers" in den Krieg zu ziehen, ist nicht schwer nachzuvollziehen: Statt Steine aus dem kargen elterlichen Acker zu lesen oder den Stall zu misten, statt unter den strengen Fittichen des Vaters oder den konservativen Normen der engen dörfliche Gesellschaft zu leiden, statt dem mühsamen, langweiligen Alltag daheim mit den Kumpels hinaus in die Welt zu ziehen, mit der Aussicht auf Abenteuer, Frauen und Alkohol und dabei erst noch Geld zu verdienen, .... niemand kann sich im Ernst wundern, warum die Jungs damals scharenweise gen Süden zogen.
Wohlwollend betrachtet, sind sie so etwas wie der endlose Beleg von Goethes Spruch "Getretener Quark wird breit - nicht stark".
Moderatorin Anna Maier (u.a. Miss Schweiz Wahlen) versucht den lieben langen Morgen mit angestrengt-anbiedernder Fröhlichkeit Hörer zum Anrufen zu animieren. Richtig beantwortete Fragen sollen dazu beitragen, dass "unser Nationalheld Wilhelm Tell" heute Abend auf dem Rütli eine Rede halten kann, oder so ähnlich. Soll das alles vielleicht zynisch sein? Egal. Hauptsache es plätschert und es ruft jemand an.
Das geht zum Beispiel so: Am Telefon Anatol (11) oder so aus Basel. Annas Frage: "Auf welcher Seite des evangelisch-reformierten Kirchengesangsbuchs der deutschen Schweiz steht die Schweizer Nationalhyme?" - (ehrlich, das war die Frage, kein Scheiss!!)- "A: Seite 2, B: Seite 202 oder C: Seite 457? Und, Anatol, denk daran: Das ist ein gaaanz dickes Buch."
Oder ist es gar einfach das, was der amerikanische Philosph Harry G. Frankfurt "Bullshit" nennt? "Das meiste von dem, was ich in den Medien wahrnehme, ist Bullshit."