(Bilder geschossen mit Nokia N95)



Einer der edlen Ritter auf dem Bild aus dem "Codex Manesse" ist Werner von Homberg.
Die "wackeren Eidgenossen" haben die schlecht vorbereiteten Ritter im Zuge des habsburgischen Herzogs Leopold nicht in Selbstverteidigung angegriffen. Sie waren ein Instrument Werner von Hombergs, der sie für Verteidigung seiner privaten territorialen Ansprüche nutzte.
Ich plädiere für eine Befreiung des Sports aus seiner Zwangsjacke, dem Saubermann-Mänteli ... und ersparen wir Stars wie Riccardo Ricco künftig solche Demütigungen:
Dieser Spitzensport ist in immer mehr Sportarten auch Hochleistungssport und schlicht der Beruf, der Job der Athleten.
Niemand käme auf die Idee, Herrn Vasella ein Berufsverbot zu erteilen, weil er am Morgen vor der entscheidenden Sitzung des Novartis-Verwaltungsrats ein starkes Anti-Grippemittel genommen hat, um trotz aufkommender Krankheit die Sitzung leiten zu können. Niemand verbietet einem Pianisten weiter Konzerte zu geben, weil er sich regelmässig mit medizinischen Mitteln zu Höchstleistungen aufpeitscht. Wen kümmert’s, dass ein Politiker, immer stärkere Schlafmittel nehmen muss, um trotz ständigem öffentlichem Druck einigermassen schlafen und sein Amt versehen zu können?
Es ist nicht einzusehen, warum man einer Berufsgattung, den Spitzensportlern, die Berechtigung abspricht, selber zu entscheiden, wann sie medizinische Hilfsmittel zur Ausübung ihres Berufes, ihrer Rolle in der Gesellschaft in Anspruch nehmen will.
Wie kommt es bloss, dass sich einige, meist nicht mehr ganz fitte Kravattenträger (Funktionäre) zu allmächtigen Hohenpriestern aufschwingen können und mit Hilfe ihrer moralschwangeren Sittenwächter (Journalisten) „Sünder“, die gegen ihre weltfremden Regeln und Moralvorstellungen verstossen, an den Pranger stellen oder gar mit einem Berufsverbot bestrafen?
Dafür war die Bedienung schlecht und mit Kreditkarte kann man in dem hochrenommierten (warum eigentlich) Restaurant auch nicht bezahlen.
Das aus Italien angekarrte San Pellegrino ist rund 1000 mal unökologischer als unser Basler Hahnenwasser.
Er sehe "keinen Grund, warum Grundsätze der Scharia oder andere Religionsgesetze nicht als Grundlage für außergerichtliche Schlichtungsverfahren dienen sollten" , sagte Nicholas Phillips bei einer Rede im Ostlondoner Muslimischen Zentrum.

Wir haben es ja schon immer gewusst. Und wenn es noch eine Erklärung für unsere Lust an dem vergorenen Gerstensaft gebraucht hätte, dann ist es diese ultimative Erkenntnis, welche uns der brilliante und streitbare Oekologieprofessor und Evolutionsbiologe aus München, Josef H. Reichholf in seinem erfrischenden und verblüffenden Buch "Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends" vermittelt.
Noch zur Zeit des nomadisierenden Jagens und Sammelns hatten die Menschen in den Gebieten, in denen es viele Beeren gab, die Gärung kennengelernt und mit der Zeit auch die Entgiftung des Alkohols (wohl durch Verdünnung und Mischung mit Anderem). Dieses Wissen wurde dann auf das Getreide angewandt. Reichholf: "Auch das Getreide wurde zunächst gesammelt, um durch Gärung in Tongefäßen alkoholische Getränke zu erzeugen, die zugleich nahrhaft waren. Die frühen Zeugnisse von Kultstätten und Töpferei bestätigen das ganz zwanglos. Am Beginn des Sesshaftwerdens stehen noch keine Dörfer, sondern einzelne Kultstätten, wo getrunken wurde." Diese "Kultstätten" haben in abgewandelter Form bis heute überlebt.
Bier gibt es seit 10'000 Jahren. Die alten Sumerer kannten bereits ein Dutzend verschiedener Biersorten und die Babylonier erweiterten die Palette noch um mindestens 34 verschiedene Biere. 

"Mare Nostrum" nannten die Römer das Mittelmeer. In der Spätantike war das Mare Nostrum auch gleichbedeutend mit dem Erdkreis, schlicht die bekannte oder zumindest die relevante Welt. Und mit dem Zusatz "nostrum", "unser", wurde gleichzeitig den Besitz- und Machtanspruch Roms auf diese Welt umschrieben.
Sonntag/Montag zelebriert Sarkozy den Beginn „seines“ Jahres als höchster Europäer mit einem "Mittelmeergipfel". Und nach einigem zögernden Nasenrümpfen sind am Sonntag schliesslich praktisch alle wichtigen Machthaber des modernen Europa, zahlreiche Staatschefs der nordafrikanischen und nahöstlichen Anrainerstaaten und UNO-Generalsekretär Ban Ki Monn nach Paris angereist und haben dem "kleinen Napoleon" die Ehre erwiesen. Nicht zuletzt auch, weil diese "Union für das Mittelmeer" vielleicht der spannendste Zukunftsansatz und ein Ausweg aus der aussenpolitischen Ratlosigkeit des modernen Europas mit grossem Potential darstellt.
Es ist die Wiederausrichtung Europas auf seinen alten Kulturraum, den "Erdkreis" der (europäischen) Antike.
Logisch, dass zuerst die Briten (und die Deutschen) etwas irritiert auf Sarkozy’s Mittelmeer-Offensive reagieren. Sie fühlen sich als nicht-Mittelmeeranrainer ausgeschlossen und, vorallem, würde eine neu-alte Ausrichtung Europas Richtung Süden eine Relativierung der aktuell dominierenden, einseitig anglophonen, transatlantischen Ausrichtung Europas bedeuten. Bei allen reichlich pikierten Kommentaren der deutschen Medien am Wochenende, hat doch auch das Nachdenken, das Suchen nach einer Chance dieser Politik und das Rückbesinnen auf deren Tradition begonnen. So sub-titelt die Süddeutsche Zeitung am Wochenende „Europa war immer eine mittelmeerische Zivilisation“ und spricht vom Mittelmeer als „europäischer Kernraum“.
Eigenständige (Amerika-unabhängige) Politik

Es bleibt ein verwundertes Schmunzel über mich selbst, aber: Diese Reflexe sind Realität bei vielen Baselbietern und nicht zuletzt bei der Generation, die jetzt an der Macht ist, die noch von diesen Reflexen geprägt ist. Je nach persönlichen Niveau ist diese Prägung mehr oder weniger kontrolliert-zivilisiert.

And those billions of people are gravitating away from generic, analog products that deliver the same mix of news to everyone. They're moving away from the analog newspaper.
That's why circulation is declining. This isn't a cyclical change. It's permanent. The cornucopia of access to information that consumer now have isn't going to go away. The traditional, analog newspaper is.
[…]
Customization makes the daily newspaper more relevant to each person's interest and needs. It will make the daily newspaper much, much more valuable. Billions of people are leaving analog newspapers and going out to hunt and gather information that fits each of their own individually unique mixes of interests. Why should they hunt and gather?
There's a huge business opportunity there. People talk about the missing business model for online publishing. Well this is it and always has been. And it's possible online and now in print.»
Umsetzung: ab 8. August 2008 unter www.baz.ch
